Der Workshop „Pickel, Zoff und Pubertät“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen. Begleitet werde ich bei der Durchführung von einer männlichen Honorarkraft, die unser Team unterstützt und insbesondere in der Arbeit mit den Jungen unerlässlich ist.
Wie der Titel bereits andeutet, beschäftigen wir uns mit den vielfältigen körperlichen und emotionalen Veränderungen, die Jugendliche in dieser Lebensphase erleben. Ziel unserer Arbeit ist es nicht nur, Wissen altersgerecht zu vermitteln, sondern die Sprachfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu fördern und sie in ihrer Identitätsentwicklung zu stärken. Ein positiver und selbstbestimmter Zugang zum eigenen Körper sowie zur eigenen Sexualität bildet hierfür eine wichtige Grundlage.
Zu Beginn des Workshops stellen wir uns als Team vor und klären gemeinsam grundlegende Regeln, die für einen respektvollen und geschützten Rahmen sorgen. Dazu gehören unter anderem Schweigepflicht, Freiwilligkeit, das Achten auf eigene und fremde Grenzen sowie ein wertschätzender Umgang miteinander. Während in höheren Klassenstufen auch gemischte Gruppen gut funktionieren, zeigt die Erfahrung, dass jüngere Schülerinnen besonders vom geschützten Rahmen geschlechtergetrennter Gruppen profitieren.
Es wird schnell deutlich, dass die meisten Kinder bereits ein Smartphone besitzen und Plattformen wie Snapchat oder TikTok nutzen. Auch wenn dies nicht der Schwerpunkt des Workshops ist, greifen wir Aspekte wie Datenschutz, Grenzachtung und Prävention sexualisierter Gewalt in diesem Zusammenhang auf und sensibilisieren die Schülerinnen und Schüler für einen verantwortungsvollen Umgang.
Es ist uns wichtig, dass die Jugendlichen nicht nur den eigenen Körper besser verstehen, sondern auch Wissen über die Entwicklung des jeweils anderen Geschlechts erwerben. Themen wie Wachstum, Hautveränderungen, Körperbehaarung, Stimmbruch oder Brustentwicklung werden ebenso behandelt wie Fragen zur Körperhygiene und individuellen Unterschieden. Ein zentrales Anliegen ist es dabei, den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass es kein einheitliches „Normal“ gibt, sondern dass sich Körper unterschiedlich und in individuellem Tempo entwickeln. Unsere Arbeit soll unterstützen ein positives Selbstbild zu entwickeln
Neben den sichtbaren Veränderungen spielen auch die inneren Prozesse eine große Rolle. Wir sprechen über hormonelle Umstellungen, die Auswirkungen auf Stimmung und Verhalten haben, sowie über erste Verliebtheit, Unsicherheiten und Konflikte im familiären Umfeld. Die Jugendlichen erfahren, dass diese Veränderungen Teil eines natürlichen Entwicklungsprozesses sind und lernen, eigene Gefühle besser einzuordnen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Workshops ist die Auseinandersetzung mit Fruchtbarkeit und Fortpflanzung. Themen wie die erste Menstruation und der erste Samenerguss werden altersgerecht erklärt und in einen biologischen Zusammenhang eingeordnet. Dabei thematisieren wir auch, ab wann grundsätzlich eine Schwangerschaft möglich ist und welche Verantwortung damit verbunden ist. Ergänzend stellen wir verschiedene Menstruationsprodukte vor und besprechen deren Vor- und Nachteile.
Während des Workshops haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, anonym Fragen zu stellen. Dieses Angebot wird intensiv genutzt. Uns ist wichtig, auf den offensichtlichen Bedarf einzugehen und gleichzeitig sensibel dafür sein, dass andere Schülerinnen und Schüler nicht überfordert werden.
Das durchweg positive Feedback der Schülerinnen und Schüler sowie der Schulen bestätigt die Relevanz unseres Angebots und motiviert uns, unsere Arbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.
O-Ton von Schülerinnen Mittelschule 6. Klasse:
„Es war lustig und hat Spaß gemacht“; „Wir haben neue Sachen erfahren“; „Wir haben neue Sachen dazu gelernt “; „War alles witzig und es hat Spaß gemacht neue Sachen zu lernen“
Die sexualpädagogische und präventive Arbeit von DONUM VITAE in Bayern richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Ziel der sexualpädagogischen und präventiven Arbeit von DONUM VITAE in Bayern ist ein positiver Zugang zur eigenen Sexualität und eine verantwortungsvolle Gestaltung des Sexuallebens und der Partnerschaft.
Die sexualpädagogische und präventive Arbeit beruht auf der Überzeugung, dass Sexualität zum Menschsein gehört und die Menschen in ihrer eigenen Identität prägt. Die sexuelle Entwicklung ist ein lebenslanger und vielschichtiger Prozess, in dem besonders Kinder und Jugendliche eine Unterstützung in der Identitätsfindung und glaubwürdige Ansprechpartner*innen brauchen.
...um ihre Fragen zu beantworten, so dass Sie für sich einen guten und sicheren Weg finden, Ihre Sexualität zu leben und eine ungewollte Schwangerschaft zu verhüten.